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Hinweise für die

Lagerung von Wein

Weinkeller
Nachfolgend erfahren Sie alles zum Thema Weinlagerung – wie Wein am idealsten gelagert wird und was es bei der Weinlagerung zu beachten gilt. Vorab ist anzumerken, dass sich die meisten Weine nicht für eine lange Lagerung eignen und bereits in den ersten Jahren nach deren Herstellung getrunken werden sollten. Für diese Weine ist die Lagerung eher unkritisch, sofern diese nicht in extremer Kälte (Gefrierschrank) oder Licht und Hitze gelagert werden.
Weine Jung trinken
Dennoch zeichnet sich immer häufiger das Phänomen ab, dass Weine bereits vor dem Zeitpunkt ihrer idealen Reife getrunken werden. Dies liegt i.d.R. daran, dass der Verbraucher den Reifegrad nicht richtig einzuschätzen weiß und aus der Unsicherheit heraus entscheidet, den Wein vorab zu trinken.
Durch diese Entscheidung lernt der Verbraucher den Wein jedoch nicht in seiner Gänze kennen, da dieser nicht sein gesamtes Potenzial entfalten konnte. Um sicherzustellen, dass wir den Wein von seiner besten Seite kennenlernen und dieser dabei seine manchmal jahrzehnte lange Reifezeit „unbeschadet“ übersteht, sind einige Dinge bei der Lagerhaltung zu beachten..
Potential eines Weines
Welche Lagertemperatur eignet sich am besten?
ideale Temperatur
Die Temperatur spielt bei der Lagerung von Weinen eine entschiedene Rolle. Die Lagerung in Hitze und Licht ist unbedingt zu vermeiden, da der Wein bereits ab einer Temperatur über 21 Grad Celsius beginnt schneller zu reifen. Bei anhaltenden Temperaturen von mehr als 25 Grad büßt der Wein zusätzlich an Aromen und somit an Geschmack ein, wodurch selbst der beste Wein ungenießbar werden kann.
Als ideale Lagertemperatur werden sieben bis 18 Grad Celcius empfohlen, wobei die Lagerung bei ca. 12-13 Grad Celsius als die perfekte Temperatur gilt. Im Bezug auf die Temperatur muss des Weiteren sichergestellt werden, dass die Lagertemperatur kontant bleibt, was sich durch die Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten als Herausforderung erweisen kann. .
Kühles Weinlager
Keller als ideales Weinlager
Wird der Wein z.B. über den Winter in einem Keller bei ca. sieben Grad Celsius gelagert und im Sommer ergeben sich in der gleichen Lagerumgebung 20 Grad Celsius ist davon auszugehen, dass dies Auswirkungen auf den Geschmack und die Qualität des Weines nimmt. Daher sind heftige Temperaturschwankungen zu vermeiden. Ebenso ist anzumerken, dass Weine für eine gewisse Zeitspanne eine nicht ideale Lagerung durchaus unbeschadet überstehen können, jedoch auf die Dauer sollte eine spezifische Lagerung beachtet werden.
Beispielsweise kann in den Sommermonaten sowohl Weiß- als auch Rotwein im Kühlschrank gelagert werden ohne dass eine Austrocknung des Korkens zu befürchten ist. Jedoch eine Lagerung im Gefrierfach ist unbedingt zu vermeiden, da sich der Wein durch die Kälte nicht entwickeln (reifen) kann und ebenso die Gefahr besteht, dass durch die Schwankungen der Temperaturen der Korken aus der Flasche gedrückt wird. Für eine professionelle Weinlagerung kann die Anschaffung eines Weintemperierschrank von Vorteil sein, der eine konstante Temperatur zur Lagerung sicherstellt. Dieser kann dann für die besonderen Tropfen vorbehalten werden.
Weinkühlschränke
Weinlagerung bei Dunkelheit?
dunkle Lagerung
Licht und vorallem aber die UV-Strahlung beschleunigen die natürliche Reifung des Weines und schränken somit die Haltbarkeit des Tropfen ein. Um den Wein vor UV-Strahlung zu schützen, wird dieser seit Jarhunderten in farbigen Flaschen gelagert, welche als Lichtschutz dienen und dafür sorgen, dass der Wein nicht zu viel UV-Licht ausgesetzt ist. Dies ist ein Grund dafür, warum Rotwein nur sehr selten in Flaschen aus Weißglas aufzufinden ist. Das Buntglas (grün oder braun) hält mehr UV-Strahlen ab, kann jedoch die Strahlung nicht gänzlich abwehren. Herkömmliches Licht wie z.B. Glühbirnen ist jedoch unbedenklich für die Lagerhaltung von Weinen.
Schadet Luftfeuchtigkeit dem Wein?
Ensprechend der Länge der Lagerung ist der Faktor Luftfeuchtigkeit von großer Bedeutung. Da eine zu trockene Luft den Korken austrocknet wird empfohlen, den Wein bei einer Luftfeuchtigkeit von ca. 50-80 Prozent zu lagern. Für kurze Lagerperioden ist es ausreichend, wenn die Luftfeuchtigkeit ca. 30 Prozent beträgt. Diese niedrige Luftfeuchtigkeit ist jedoch für eine lange Lagerung zu meiden.
Luftfeuchtigkeit
Korkfehler durch trockene Luft
Wird der Wein bei einer zu niedrigen Luftfeuchtigkeit (< 50 Prozent) gelagert, kann dieser oxidieren bzw. verdunsten (siehe Weinfehler), da zu viel Luft durch die Austrocknung des Korkens in die Flasche dringt und der Korken nicht mehr richtig dichtet. Die optimale Zustand des Korkens hat Auswirkungen auf die Haltbarkeit des Weines. Wird der Wein bei einer Luftfeuchtigkeit von über 80 Prozent gelagert, kann sich Schimmel an den Korken bilden. Bei einer Luftfeuchtigkeit um die 90 Prozent können sich ebenso Stockflecken an den Weinetiketten bilden.
Mit einfachen Tricks kann jedoch schnell Abhilfe geleistet werden. Beispielsweise kann bei zu trockener Luft eine Schale Wasser Feuchtigkeit liefern sowie bei zu hoher Luftfeuchtigkeit ein Luftentfeuchter die Feuchtigkeit entziehen. Die Luftfeuchtigkeit in dem Lagerraum sollte daher regelmäßig überprüft werden.
Lagerfeuchtigkeit
Vertikale oder Horizontale Lagerung der Flaschen?
Liegende Flasche
Hierzu gehen die Meinungen der Experten seit einigen Jahren weit auseinander. Die übliche Art der Lagerung (von Profis) für Weine, welche unter Naturkork verschlossen wurden, war bis von ein paar Jahren eine liegende Lagerung. Dadurch wird das Austrocknen des Korkens vermieden, da dieser von innen nass gehalten wird und damit dicht bleibt.
Seit geraumer Zeit gibt es jedoch auch Experten, die zu stehenden Weinlagerung raten. Ebenso werden Champagner seit einigen Jahren von Spezialisten stehend gelagert mit der Aussage, dass der Alkohol und die Kohlensäure den Korken angreifen.
stehende Flasche
Liegende Flaschen
Daher empfiehlt sich folgendes zu beachten: Mit Naturkork verschlossene Weine können ohne Probleme für ein bis zwei Jahre stehend gelagert werden, da die Feuchtigkeit im Flascheninneren den Korken weiterhin feucht hält. Über diesen Zeitraum hinaus sollten Weine mit Versiegelung aus Naturkork unbedingt horizontal gelagert werden. Sind Weine mit einem Kunststoffkorken oder einem Glas- oder Schraubverschluss verschlossen, können diese auch vertikal gelagert werden.
Wo wird der Wein am besten gelagert?
Für die Weinlagerung eignen sich Keller, welche unter der Erde liegen am besten. Hier ergeben sich optimale Bedingungen durch die kühle und relativ konstante Temperatur für die Weinlagerung. Ist der Keller zu feucht, kann ein Luftentfeuchter eingesetzt werden. Ebenso können Weine ohne weiteres in der Wohnung gelagert werden, sofern sie von Hitzequellen wie z.B. Küche und Heizkörper fern gehalten werden. Des Weiteren sollte eine direkte Sonneneinstrahlung für die Lagerhaltung vermieden werden.
Weinkeller
Zusammenfassung
Für die Lagerhaltung von Weinen lässt sich folglich feststellen, dass eine Lagerung in kühler, dunkler Umgebung wie beispielsweise einem Altbaukeller, der darüber hinaus auch noch geruchs- und erschütterungsneutral ist am besten für die Lagerung von Weinen geeignet ist.
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